Der Umgang mit den emotionalen Herausforderungen eines Stomas

Ihr Stoma kann aus verschiedenen Gründen angelegt worden sein, darunter Krebs, Traumata, entzündliche Darmerkrankungen oder Inkontinenz.

Der Grund, warum Ihre Operation notwendig war, kann Einfluss darauf haben, wie Sie sich an das Leben mit Ihrem Stoma gewöhnen.

Manche Menschen empfinden ihr Stoma als willkommene Erleichterung, nachdem sie aufgrund ihrer Erkrankung viele Jahre lang unter einer verminderten Lebensqualität gelitten haben.

Andere empfinden möglicherweise ein Gefühl des Verlusts und betrachten ihr Stoma als etwas, das sie nicht haben möchten. Dies ist eine häufige und verständliche Reaktion.

Es ist wichtig zu wissen, dass Sie möglicherweise Phasen der Traurigkeit und Trauer durchleben und sich manchmal ängstlich fühlen. Seien Sie nicht zu streng mit sich selbst, lassen Sie Ihre Gefühle zu. Es ist in Ordnung, wütend oder traurig zu sein oder weinen zu wollen.

Das emotionale und praktische Umgang mit Ihrem Stoma lernen Sie nicht von heute auf morgen.

Wir alle lernen, Veränderungen in unserem Leben mit unterschiedlicher Geschwindigkeit zu akzeptieren, und für manche dauert dies länger als für andere.

Es ist hilfreich, über diese Gefühle mit jemandem zu sprechen, bei dem Sie sich wohlfühlen: Ihrem Partner, Ihrer Familie, Ihren Freunden oder Ihrer Stomatherapeutin.

Sie werden Ihnen während des gesamten Prozesses mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es gibt auch Selbsthilfegruppen und Vereine, die Hilfe und Beratung von Menschen anbieten, die bereits mit einem Stoma leben.

Wem soll ich es sagen?

Vielleicht machen Sie sich Gedanken darüber, wie andere Menschen Sie jetzt, da Sie ein Stoma haben, behandeln werden. Nur Sie können entscheiden, wem Sie davon erzählen und wann.

Manche Menschen entscheiden sich dafür, Familie und Freunde von Anfang an einzuweihen, was ihnen dabei helfen kann, sich an das Leben mit einem Stoma zu gewöhnen.